Tag 68 und der Hängemattenluxus

Am nächsten Morgen hängt ein seichter Nebel um die Wiesen des Picknickplatzes. Langsam kommt die Sonne zwischen den Bäumen hoch. Der Morgentau hängt schwer an den Pflanzen. Es hat die Nacht nicht mehr geregnet, dennoch ist alles nass und auch unsere Ausrüstung im Zelt fühlt sich klamm an.

Verzaubernder Morgentau

Wir hoffen darauf, dass die Sonne alles schnell trocknen wird und frühstücken erstmal. Leider verschwenden wir doch etwas viel Zeit mit mässig erfolgreichem Warten. Um 9:30 Uhr sind die Zelte immer noch gut feucht, aber wir wollen los.

Kleine Pfade führen uns in die Etappe, unsere Schuhe weichen schnell durch, vorallem Mark läuft schon mit nassen Schuhen los.

Der Morgen ist ruhig und in der Sonne glitzern die Wiesen und die mit Tropfen besetzten Pflanzen.

Kühe streicheln ist mein neues Hobby

Auf einer Weide stehen neun Jungkühe und zur unsere Überraschung kommen sie auf uns zu und sind sehr zutraulich. Eine richtige Bande steht uns gegenüber, die uns neugierige, aber keine ängstlichen Blicke zu werfen.

Die Bande Jungkühe

Eigentlich wollten wir heute eine weitere größere Etappe durchziehen, aber die letzten Tage liegen uns in den Knochen und wir sind relativ spät dran. Also wägen wir ab und diskutieren lange wie der Tag nun ablaufen soll.

Wir entscheiden uns für zwei kurze Etappen und können so eine längere Mittagspause im Halbschatten richtig geniessen. Wir ziehen die nassen Schuhe und Socken aus, damit sie zumindest ein wenig trocken ein können.

Wir laufen viele Kilometer ohne durch einen richtigen Ort zu kommen. Wir passieren einzelne Häuser und Bauernhöfe. An einem ist ein freilaufender Hund, der bellend auf uns zu rast. Mark und ich schreien beide gleichzeitig und der Hund bleibt abrupt stehen  und traut sich zum Glück nicht näher zu kommen.

Es ist sonst sehr ruhig, hauptsächlich hört man den Wind in den Bäumen rauschen. Eine hügelige Wiesenlandschaft wird von uns durchlaufen.

Vor Saint-Paulien

In Saint-Paulien füllen wir endlich unsere Wasserflaschen auf. Von dort weichen wir von der Jakobswegroute ab und laufen noch drei Kilometer nach Marcilhac zum Campingplatz. Nach 22 Kilometern erreichen wir diesen um 16:15 Uhr.
Wir werden positiv überrascht. Die Ferienzeit ist vorbei und unten am Fluss steht nur ein anderes Zelt. Ausserdem gibt es einen wunderschönen überdachten Pool, den wir für 30 Minuten komplett für uns haben.

Im Pool schwimmen

Nach einer Dusche holen wir uns ein Eis und ich lege mich am Fluss in einer der Hängematten. Was ein Luxus! Der restliche Abend verbringen wir mit entspannen und die Seele baumeln lassen.

In der Hängematte auspannen

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