Tag 61 und der Stoff aus dem Horrofilme sind

Der Spätsommer hat uns erreicht und mit ihm ein weiterer kühler Morgen. Noch im Schlafsack sitzend öffne ich das Zelt und stelle den Gaskocher vor dieses. Der heiße Kaffee wärmt mich auf, bevor die Morgenroutine beginnt. Um 8:10 Uhr stehen Mark und ich startklar mit unseren Rucksäcken bereit.

Aussichten am Morgen

Schnell geht es auf holprigen Schotterstraßen bergauf. Wir sind beide relativ fit und munter, aber schwer atmend lassen wir weitere Höhenmeter hinter uns.

Die Sonne zeigt sich heute wieder und wir sind froh im Schatten der Nadelwälder unterwegs zu sein.

Schöne Nadelwälder

An einer Kreuzung steht eine tolle neue Wanderhütte, wo es eine längere Frühstückspause für uns gibt.

Man merkt das Sonntag ist und mehr Leute unterwegs sind. Wir begegnen einigen Motorcross-und Mountainbikefahrern. Auch ein kleiner Wandermarathon scheint stattzufinden, wir streifen die Strecke zweimal und sehen einige Wanderer.

Weiter verläuft es eher flach, zieht zwischendurch nochmal steil bergauf an und leicht bergab erreichen wir Le Cergne. Dort gibt es nicht nur Wasser an einem privatem Haus, sondern auch Toiletten in der Ortsmitte. Ein Ehepaar schenkt uns dann sogar zwei frische Gurken aus dem Garten. Dies passt perfekt und so essen wir unser Baguette mit Knoblauchfrischkäse und dem frischen Gemüse.

Frische Gurken als Geschenk

An einem Waldrand führt uns die Route weiter und kurze Zeit später auf ruhigen Landstraßen in der Sonne. Es sind mittlerweile wieder 27°C. Wir verlassen die Berge heute und bis auf ein paar Hügel geht es weiter abwärts.

Am Ortsrand von Mars gibt es eine Tabac-Bar, welche es grundsätzlich in Frankreich oft gibt. Es ist oft der Mittelpunkt eines Dorfes und eine Mischung aus Kneipe und Bingoverkauf. Dieses Exemplar ist aber besonders, unfassbare Türme an Schrott und den verschiedensten Dingen lagern um das Grundstück. Zwei Tische und eine Art von Verkaufsständen sind vor dem Laden aufgestellt. Diese sind so überfüllt, daß man das Gefühl hat, die Stangen brechen gleich zusammen.

Hinter all dem Gerümpel ist der Eingang zur Bar

Drinnen trifft es der Begriff Messi-Kneipe sehr gut. Ein schmaler Gang ist zum Durchgehen geeignet, wir fragen nach einem Getränk und setzen uns draussen zwischen all den Krams. Es ist kaum Platz für unsere Rucksäcke. Bei einer abgestandenden Limo amüsieren wir uns über diesen mehr als absurden Ort, der als Stoff für einen Horrofilm passend wäre.

Kurz darauf treibt uns eine weitere kurze Steigung fast in den Wahnsinn, bis es direkt wieder runter führt. Das viele auf und ab strengt uns wirklich sehr an. Die vielen Kuhwiesen lenken uns ab, ein paar sehr kleine Kälber ziehen die Aufmerksamkeit auf sich.

Der Blick ins Tal ist wunderschön, aber von weitem ist schon das Massivzentral zu sehen. Eine Gebirgskette, die wir in ein paar Tagen überqueren werden.

Am Horizont ist das Massivzentral zu erspähen

Nach 34 Kilometern erreichen wir Charlieu gegen 18:30 Uhr. Nach einer Dusche gibt es in der Snackbar Abendessen. Ein vegetarisches Panini und Pommes schmecken köstlich, ein Eis darf es als Dessert sein.

Abendessen

Ich koche am Zelt noch Tee und so lassen wir den langen Wandertag ausklingen.

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