Tag 55 und verlorene Motitvation

Die Nacht war sehr ruhig und erholsam. Um 8:15 Uhr wird mir mein vorbestelltes Pain au Chocolat zum Zelt gebracht. Was für ein Service!

Heißes Wasser für Kaffee

In Ruhe frühstücke ich und koche Kaffee. Der Morgen ist frisch, aber noch angenehm. Beim Zeltabbau komme ich ziemlich ins Schwitzen, die Temperatur zieht heute schnell an.

Vom Campingplatz laufe ich als erstes zurück zum Jakobsweg, durch Premeaux-Prissey einmal durch und zwischen dem angebauten Wein finde ich das blau-gelbe Schild schnell wieder.

Die direkte Sonne vertrage ich heute überhaupt nicht, die 28°C fühlen sich nach mehr an. Motivationslos schlendere ich vor mich hin. Beim Gehen fühlen sich meine Füße gut in den neuen Schuhen an, allerdings beim Sitzen fangen meine Fersen stark an zu brennen…

Gegen Mittag bewölkt es sich.

Zum Mittag bewölkt es sich immer weiter. Die Wolken sehen zum Teil wie gemalt aus. Durch Musik und Podcasts versuche ich mich abzulenken, was zum Teil sehr hilft.

Zwischen den Weinbergen sieht man immer wieder kleine Villen oder große Landhäuser.

Kleine Villen stehen hier überall

Ich sehe heute immer wieder spezielle Traktoren, die oben die Weinreben beschneiden. Meine Theorien sind, dass die tiefhängenden Trauben darunter genug Sonne abbekommen, oder es die Ernte erleichtert. Die Weintrauben schmecken schon recht süß, haben aber verhältnismässig sehr große Kerne.

Spezielle Traktoren für die Weinreben


Ich erreiche die Stadt Beaune und laufe den langen Weg an der Hauptstraße zur Innenstadt. Es ist recht touristisch und gut was los. In einem Café esse ich ein großes Sandwich mit Ziegenkäse und Tomaten.

Aus Beaune raus sind sehr viele Fahrradfahrer unterwegs. Weiter zwischen gepflanztem Wein und in der Sonne laufe ich auf einer ruhigen Landstraße.

In Volnay gibt es einen großen Brunnen an dem groß dran steht, dass das Wasser nicht trinkbar ist. An der Seite  gibt es noch einen kleinen Wasserhahn mit trinkbarem Wasser.

Von dort ist es nicht mehr weit bis nach Meursalt. Kaputt erreiche ich den Campingplatz und erfahre den Preis, der meine Laune in den Keller sinken lässt. Unfassbare 24 Euro will man für eine Nacht haben, eine Erklärung hat das junge Mädchen hinter der Rezeption nicht. Mir ist klar, daß sie nicht für diesen Wucherpreis verantwortlich sein wird.

Mein Zeltplatz ist uneben, leichter abchüssig und voller kleiner Steine. Meine Stimmung erreicht einen absoluten Tiefpunkt der Reise. Durch den ganzen Tag habe ich mich schon durchgekämpft. Ich weiß das diese Tage dazu gehören, aber wenn sie dann da sind, fühlen sie sich sehr schwer an.

Genervt von mir selbst gehe ich duschen, mache etwas zu essen und lege mich früh schlafen. Ich will nur das ein neuer Tag beginnt.

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