Tag 39 und die Sache mit der Zeltplatzsuche

Der Morgen beginnt sehr windig und verhältnissmässig frisch. Von der Rezeption hole ich mir mein vorbestelltes Croissant und geniesse es mit einem Kaffee.

Kaffee und Croissant

Gegen 10:15 Uhr starte ich mit gepackten Rucksack durch.

Durch einen Park in den Ort Corny-sur-Moselle und über die Brücke überquere ich den Fluß. Die Mosel wirkt durch die Böen deutlich unruhiger als gestern.

Ich bin hier in der Region Lorraine unterwegs und mir fällt erst jetzt auf, das die deutsche Übersetzung dafür Lothringen ist.

Zwischen Wiesen und Bäumen laufe ich im Halbschatten zwischen den kleinen Dörfern. Arnaville verlasse ich durch süße kleine Gassen und einer Brücke, die über einen kleinen Bach leitet.

Im Schatten ist es heute herrlich und gut zum Durchatmen nach der heißen Woche.

Grüner Baumtunnel

Durch einen grünen Baumtunnel führt der Weg neben einem Kanal der Mosel her.
An einer Wanderhütte begegne ich Georges aus Paris. Ich würde den guten auf 65-70 Jahre schätzen. Er ist für drei Wochen mit dem Fahrrad unterwegs. Gegenseitig stellen wir uns über unsere Reisen Fragen. Die freundliche Begegnung freut mich sehr.

In Corny-sur-Moselle hole ich mir beim Supermarkt mein Mittagessen. Zurück an einem anderen Kanal setze ich mich am Rande des Ufers in den Schatten und 300Gramm Karottensalat, sowie 320 Gramm Proteinpudding sättigen mich sehr. Ich bewundere das blau funkelnde Wasser.

Mittagessen an der Mosel

Mal wieder folge ich dem Moselradweg, aber nur bis zum nächsten Ort Vandieres. Außerhalb diesen Dorfes hatte ich das letzte Mal an einer sehr ungünstigen Stelle wildgecampt und die ganze Nacht Wildschweine gehört.

In der Sonne folge ich einem Feldweg bis es wieder in den Wald übergeht. In Montauville mache ich eine Pause an einem Spielplatz. Es ist noch unklar wie weit ich heute laufe, denn es steht eine Nacht Wildcampen an.

In einem sehr dunklen Wald führt mich der Weg durch Jezainville und leicht bergauf wieder hinaus. In meinem rechten Schienbein spüre ich den ganzen Tag immer wieder einen ziehenden Schmerz, der am Ende des Tages immer stärker wird.

Hinter Jezainville

In Dieulouard hole ich kurz vor Geschäftsschluss noch Käse und Brot zum Abendessen und laufe ein Teilstück wieder vom Weg zurück. Kurz vor dem Ort gibt es viele Wiesen und ich erhoffe einen guten Platz zum Wildcampen zu finden.

Die Zeltplatzsuche ist immer noch neu für mich und mit Argusaugen betrachte ich meine Umgebung. Im Wald direkt traue ich mich noch nicht, da die Geräusche dort nachts noch lauter sind.

Hier stand mein Zelt für die Nacht

Ich mag versteckte Wiesen, möglichst nicht eingezäunt und wo ich mich hinter ein paar Büschen oder Bäumen verstecken kann, ohne das man mich direkt vom Weg aus sieht. Mein Zelt ist grün und aus Tarnunsgründen ist dies sehr vorteilhaft.

Es gibt ein paar Möglichkeiten, ich entscheide mich um 20:30 Uhr für einen schönen Platz auf einer Wiese, gut versteckt hinter hohen Büschen und Bäumen.
Ich esse erstmal ein wenig Brot, um ein Gefühl für den Platz zu bekommen. Ich sehe /höre keine Spaziergänger und so baue ich mein Zelt um 21:00 Uhr kurz vor Sonnenuntergang auf.

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