Tag 38 und ein erfolgloser Umweg

Es hat die Nacht endlich geregnet, auch wenn die vier Gewitter teilweise wirklich heftig waren. Zum Glück war der Wind nicht zu krass, dafür Starkregen, helle Blitze und besorgniserregend lauter Donner, haben mich immer wieder aufschrecken lassen. Aufgrund meiner starken Müdigkeit konnte ich jedes Mal wieder einschlafen, ich war quasi zu müde um Angst zu haben.

Endlich Regen


Mit Absicht habe ich keinen Wecker gestellt und wache bei leichtem Regen gegen 9 Uhr auf.

Ich packe alles langsam ein und mache für einen Stempel im Pilgerausweis und ein Frühstück einen Abstecher in die Innenstadt. In einer Bäckerei nutze ich das WLAN und bearbeite Blogeinträge.

Frühstück in Metz

Eine kurze Etappe steht an, die ich bewusst kurz gewählt habe. Nach einem Tag wie gestern, ist es schwer zu wissen wie es mir geht. Umso überraschter bin ich, dass ich so viel Motivation wie seit Tagen nicht habe.

Gegen 13 Uhr laufe ich erst los. Metz macht wirklich einen sehr sympathischen Eindruck. Von der Innenstadt zurück an die Mosel. Der Fluss spaltet sich hier in mehrere kleine Verläufe und einem davon folge ich mit Namen Canal du Jouy.

Canal du Jouy

Ein weiterer großer Umweg vom Jakobsweg folgt. Durch ein Industriegebiet laufe ich ein paar Kilometer zu einem Sportgeschäft. Ich bräuchte dringend neue Schuhe, aber ich werde leider nicht fündig. Ich nehme zumindest neue Socken mit, denn meine jetzigen sind schon recht löchrig.

Bei einer Fastfoodkette gibt es ausnahmsweise einen Burger, denn nach gestern freue ich mich über die Kalorien, auch wenn er geschmacklich besser sein könnte.

Zum Supermarkt laufe ich weiter durch das unschöne Industriegebiet. Französische Lebensmittel irritieren mich noch etwas und einig Zeit laufe ich durch die Regale bis ich etwas geeignetes finde.

Von dort ist es nicht mehr weit zurück zur Mosel und schön angelegte Wege führen am Fluß weiter aus Metz heraus.

Schöne Mosel

Um 17:45 Uhr komme ich nach 16 Kilometern auf dem Campingplatz von Corny-sur-Moselle an. 2020 wollte ich hier einkehren und hatte nur einen leeren Platz vorgefunden.

Das Zelt ist schnell aufgestellt, auf eine Dusche nuss ich allerdings warten. Warum auch immer hier um 18:00 Uhr geputzt wird und niemand rein darf… Beim Duschen stelle ich fest, dass es zurzeit nur kaltes Wasser gibt, dies stört mich jedoch an den wärmen Tagen nicht wirklich.

Ich bereite mir Nudeln zum Abendessen zu und bei einer Serie vergeht der Abend schnell.

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