Tag 54 – Ein goldener Sonntag im Oktober

Um 09:00 Uhr verlassen wir nach einem Frühstück Claudines Pilgerunterkunft. Der Morgen ist sehr kühl und klar. Es scheint ein sonniger Tag zu werden. Leichter Nebeldunst ist in der Ferne zu erkennen. Wir machen einen kurzen Abstecher in die Innenstadt, die wir gestern umgangen sind.

Tor Saint Jean in La Souterraine

Das Tor Saint Jean ist das frühere Stadttor, durch welches schon viele Pilger gelaufen sind und befindet sich direkt neben der Kirche.

Anschließend holen wir in der Bäckerei Snacks für den Tag.
In der Kälte brauche ich einige Zeit um warm zu werden, allerdings freue ich mich sehr über den vorrübergehenden Wetterwechsel. Die Wiesen leuchten förmlich in der Sonne und bei genauem Hinsehen reflektiert der Morgentau und bringt eine wunderschönes Funkeln hervor.

Herrlicher Morgentau

Die Reflektion spiegelt sich sicherlich auch in meinen Augen, die vor Freude leuchten müssen.
Meine Laune und Motivation sind an diesem wunderschönem Herbstmorgen sehr gut. Sara und ich laufen in gleichmäßigem Tempo über die ruhige Landschaft. In St-Priest-la-Feuille bestellt sie ein Bier und nimmt es mit nach draussen in die Sonne, während ich mein Baguette esse.

Sara und ich – Sonne genießend

Die Wärme ist unfassbar wohltuend und nach weiteren zwei Stunden finden wir einen perfekten Picknickspot an einem kleinen See. Das schimmernde Blau ist magisch und die Bäume mit ihren herunterhängenden Ästen und grün-gelben Blättern geben eine farblich stimmige Kombination.

Kleiner wunderschöner See

Wir passieren später Bénévent-L’Abbayage und Marsac, wo wir jeweils kurze Pausen einlegen. Da Sara erst seit knapp zwei Wochen unterwegs ist, sind längere Strecken für sie deutlich anstrengender und braucht mehr Verschnaufpausen. Vorallem ihre Füße sind ihre „Schwachstelle“.

Schönes Licht am späten Nachmittag

Aufgrund des Wochentags sind alle Restaurants/ Supermärkte, die wir passieren, geschlossen. Gegen 17:00 Uhr werden wir in einem winzigen Dorf von Ruddy und seinem alten Labrador Bo erwartet. Das große Grundstück ‚Labalade‘ ist mit viel Liebe zum Detail und Handwerk gestaltet. Vor dem Haus genießen wir die letzten Sonnenstrahlen zusammen.
Der liebenswürdige Niederländer zeigt uns den ausgebauten Bauwagen, der für eine Nacht unser Zuhause sein wird.

Der Bauwagen – unser Zuhause für eine Nacht

Die Heizung ist schon aufgedreht und eine angenehme Wärme kommt aus dem Inneren. Eine Mini-Küche, ein Tisch ein großes Doppelbett und ein Hochbett finden wir vor. Die Gemütlichkeit ist auf den wenigen Quadratmetern zu merken.

Im Haus des Besitzers sind die sanitären Anlagen und fix duschen wir und anschließend essen wir zu Abend. Ruddys Kochkünste sind hervorragend.
Der Gute war früher DJ und bei guter Musik und Rotwein reden wir noch lange, bis es zurück in den kuscheligen Bauwagen geht.

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