Tag 41 – Der Plan am Montag

Der Grund warum ich eigentlich nach Auxerre gekommen bin, da es seit Wochen, die erste größere Stadt ist und über mehrere Einkaufsmöglichkeiten verfügt, denn ich hätte diese Etappe überspringen können. Durch den Herbstanfang bedingt, wird es Zeit zusätzliche Ausrüstung zu kaufen.

Ich stehe gerade an der Bushaltestelle, da kommt es mir in den Kopf, dass ich eventuell kein Ticket für die Fahrt kaufen kann. Da fährt der Bus schon vor und ich frage die Fahrerin mit meinem Kleingeld, ob ich eine Fahrkarte bei ihr lösen kann. Sie verneint dies und zeigt auf einen QR-Code über den ich online ein Ticket kaufen kann. Ich seufze und will gerade wieder aussteigen, da höre ich eine Frau mit Kopftuch von hinten rufen und sie hält ihre elektronische Fahrkarte auf das Gerät. Sehr dankbar darüber, will ich ihr das Geld wiedergeben, allerdings nimmt sie es nicht an. Ich bedanke mich bei ihr und steige 13 Busstops später aus. Der Sport-/Outdoorladen liegt komplett am anderen Ende der Stadt und deswegen habe ich auf den öffentlichen Verkehr zurück gegriffen.

Im Laden lasse ich meinen Rucksack an einem Info-Point stehen und mache mich in dem großen Geschäft auf die Suche nach verschiedener Bekleidung. Eine dickere Regenjacke, eine Regenhose, ein dünnes paar Handschuhe und eine Mütze sind in knapp 40 Minuten gefunden.
Es hat keinen Sinn die Zeit damit zu verschwenden, die App zum Busfahren herunterzuladen und mich zu registrieren und deswegen laufe ich den Weg zurück in die Stadt.

In Auxerre (allerdings ist das Bild vorm Vortag – heute war es bewölkt)

Von dort geht es direkt weiter auf dem Jakobsweg, der heute fast durchgängig am Fluss entlang führt. Meine neue Jacke und die Handschuhe lohnen sich schon jetzt, denn der Wind ist wieder relativ stark.

An wenigen Spaziergängern vorbei genieße ich den idyllischen Wegesabschnitt. Leider habe ich heute wenig Zeit für Pausen, da ich der Besitzerin der Unterkunft zugesagt hatte gegen 16 Uhr anzukommen. Der Wetterbericht hat für heute dauerhaften Regen angesagt, aber mal wieder komme ich mit einem blauen Auge davon. Zwischendurch tröpfelt es nur leicht.

Immer dem Fluss entlang

Um 16:15 Uhr erreiche ich mein Etappenziel in Accolay und folge den Schildern zur Pilgerunterkunft im kleinen Ort. Sehr freundlich werde ich empfangen und verquatsche mich bei Tee und gebackenen Apfelcrumble mit Petra. Die liebe Niederländerin hat letztes Jahr hier eine Unterkunft für Pilger eröffnet. Ihr lebhafter Hund Cobus stupst mich immer wieder von der Seite an. Am Abend verlässt sie mich, da sie Yogaunterricht gibt und nach einer Dusche und Abendessen gehe ich sehr früh ins Bett.

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