Tag 7 – Ist hier etwa das Wunderland?

Meine Wahl am Vortag fiel aus nur einem Grund auf den Frauenschlafsaal – ich wollte das Risiko einer Schnarchers im Zimmer senken. Was eine Ironie, dass ich um 3 Uhr nachts wach wurde, weil meine Bettnachbarin so laut schnarchte, dass ich hoffte der Wald rund um Dortmund würde morgen noch stehen.

Leicht gerädert wache ich am Dienstagmorgen auf und drehe mich nochmal um. Eine kurze Etappe steht heute an und eine halbe Stunde länger schlafen, werden mir mehr als gut tun 🙂

Gegen 08:00 Uhr verlasse ich das Hostel, hole mir beim Bäcker eine Kleinigkeit auf die Hand und laufe den langen Weg aus Dortmund raus. Auf den ersten Blick ist es wirklich keine schöne Stadt. Ich habe aber auch keine Zeit mich vom Gegenteil überzeugen zu lassen, ausserden ist ein bisschen zu laut für mich am frühen Morgen. Also Musik in die Ohren und durch.

Zwischen der Eissporthalle, der Westfallenhalle und der Signal Iduna Arena führt der Jakobsweg hindurch und genau hier ist eine sehr kleine angelegte Grünanlage gelegen. Die Lage zwischen diesen großen Gebäuden ist fast schon absurd. Große Hecken sind als Torbögen angelegt und verschiedene Rosen und andere Blumrn erinnern an einen englischen Garten. Ich fühle mich kurz wie Alice im Wunderland.

Blumen im Wunderland… oder doch Dortmund?

Ein paar Meter weiter spricht mich ein Dortmunder an. Er ist auf dem Weg zu seinen Eltern außerhalb zum Mittagessen. Er läuft die Strecke von 20km gerne zu Fuß, um als freiberuflicher Fotograf den Kopf durchzulüften. Ein Stück gehen wir zusammen und unterhalten uns. In einem Park entscheide ich mich für eine Pause und so trennen sich die Wege wieder.

Langsam dümpel ich vor mich hin und bin froh, als ich langsam die Stadtteile Dortmunds hinter mir lasse und in ein schönes Waldstück spaziere.

Wieder zurück in die Natur

Nach 19 Kilometern bin ich meinem Ziel ganz nah und um 15:00 Uhr erreiche ich den Campingplatz meiner Wahl. Dieser ist zwischen den kleinen umgebenen Bergen lokalisiert.
Das Zelt ist schnell aufgebaut und in der Sonne telefoniere ich lange mit meiner Schwester und wir tauschen uns über die letzten Tage aus. Mein Blick ist währendessen auf die schöne Aussicht gerichtet.
Die Rezeptionisten bringt mir noch zwei Promotionsgeschenke vorbei – ein kleines Kuchenteil in Bärenform und ein alkoholfreies Bier einer polnischen Marke.

Blick von der Zeltwiese

Mein Zeltnachbar Helge ist in der Zwischenzeit angereist und gerade als er aufgegessen hat, geselle ich mich mit meinem Gaskocher dazu. Wir verquatschen uns total über Gott und die Welt. Er kommt hier aus der Gegend, macht aber immer wieder kürzere oder längere Trips mit seinem Fahrrad. Ich tausche mich das erste Mal mit jemandem über Campingausrüstung aus und freue mich, dass wir beide in dem Thema aufgehen.
Kalt und müde krieche ich um 21:30Uhr in mein Zelt.

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