My Son Tempelanlage und eine tierische Begegnung

Mittwoch, 23.05.2018

Früh um 7:00 Uhr klingelte der Wecker, eine Stunde später wurde ich von einem Bus abgeholt. Ich bin ja bekanntlich nicht der größte Freund von gebuchten Touren, aber manchmal gibt es keine bzw. kaum andere Möglichkeiten.

Nach gut 60 Minuten Fahrt kamen wir am „My Son Sanctuary“ an. Die Tempelstadt gehört seit 1999 zum Weltkulturerbe und ist das vietnamesische kleine „Angkor Wat“ (riesige Tempelstadt in Kambodscha).

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Tempelstadt „My Son“

Bei 39°C schwitzte ich bei jedem Schritt mehr. Die Gruppe war recht groß, allerdings war unser Tourguide einmalig. Spannend und gewitzt erzählte er uns Geschichten zu der heiligen Stätte.

Zwischen dem 2. oder 3. Jahrhundert wurde dieser Ort in den Bergen errichten. Die sogenannte Cham-Kultur war stark von der indischen Kultur beeinflusst, was sich insbesondere in der Übernahme hinduistischer Glaubensvorstellungen (Verehrung des Hindu-Gottes Shiva) und in der Kunst ausdrückte.

Im Vietnamkrieg wurde ein großer Teil zerstört und noch immer sind große Einschlagslöcher der Bomben zu sehen und von vielen Tempeln sind nur noch Überreste vorhanden.

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Bestaunung der Bauweise der Tempel

Wirklich unfassbar über welche Dauer die heutigen Denkmale erhalten worden sind. Noch heute gibt es Rätsel, die nicht gelöst werden konnten. Niemand weiß tatsächlich wie genau die einzelnen Steine bis heute zusammen halten, da es weder Zement noch Mörtel gab. Teile der Gebäude wurde mit neuen Bausteinen und Mörtel nachgebaut. Wirklich interessant ist aber, dass die neuen Arbeiten in der Regenzeit sehr nass werden und grün von Moos überzogen werden und nicht länger als 20 Jahre halten werden. Die alten Bausteine bleiben jedoch trocken und ehen noch erstaunlich gut aus – ein wahres Mysterium!

Gute 2 Stunden verbrachten wir dort, bis es zurück zum Bus ging. Auf halber Strecke stiegen wir in ein Boot um, indem es bei Mittagessen zurück nach Hoi An ging.

Gegen 15:00 Uhr erreichte ich das Hostel komplett verschwitzt und ermüdet. Ich hatte mir allerdings noch etwas mehr für heute vorgenommen. Ich mietete ein Fahrrad und fuhr raus aus der Stadt Richtung Meer. An Feldern und Wiesen vorbei genoss ich die wunderbare Aussicht.

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ein Wasserbüffel entspannt im Gewässer

Ein wahres Highlight war meine Begegnung mit Wasserbüffeln, die in einem kleinem See entspannten. Darauf hatte ich mich schon sehr gefreut, diese unglaublich entspannten Tiere zu sehen. Später kam mir sogar ein Junge sitzend auf einem Büffel entgegen.

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ein Junge reitend auf einem Wasserbüffel

Am Strand gönnte ich mir ein Eis und kühlte meine Füße im Meereswasser. Auf dem Rückweg verzauberte der einkehrende Sonnenuntergang den Himmel.

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mit dem Fahrrad in den Sonnenuntergang

Zurück im Hostel und nach einer schnellen Dusche, nahm ich an der kostenlosen Kochstunde meiner Unterkunft statt. Nachdem ich gestern gezeigt bekommen hatte, wie das Reispapier hergestellt wird, lernte ich heute, wie man Frühlingsrollen macht. Die Vietnamesen glauben an Ying und Yang, zum Beispiel in dem man kaltes mit warmen Essen kombiniert. Wir wickelten also unsere frittierten, heißen Frühlingsrollen in die frischen, kühlen Sommerrollen ein. Leeeeecker!

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