Der schwere Weg der Jobsuche

Mittwoch, 19.04.2017 – Mittwoch, 03.05.2017

Die Zeit verfliegt förmlich und seitdem ich an einem Ort – hier in Wellington- bin, kommt es mir besonders schnell vor. Fassen wir die letzten zwei Wochen doch einmal grob zusammen.

Die erste Frage, die sich stellt: Was macht die verdammte Jobsuche? Tatsächlich habe ich noch immer nichts gefunden, hatte jedoch letzten Samstag ein Probearbeiten in einer Bar.

Dieses war tatsächlich ziemlich gut. Um 22:30 Uhr ging es los und als erstes bekam ich ein paar Zettel zum Durchlesen über den Arbeitsablauf. Mir wurde alles gezeigt und grob erklärt, was ich zu tun habe und worauf ich zu achten habe. Es war wenig los und ich versuchte trotz der wenigen Arbeit, beschäftigt auszusehen, leere Gläser aufzusammeln und die wenigen Bestellungen aufzunehmen. Ich hatte die Möglichkeit den anderen Mädels viele Fragen zu stellen, die sich alle als ziemlich nett herausstellten.

Insgesamt hatte ich viel Spaß, obwohl ich noch nie gekellnert habe. Ich versuchte meine Unsicherheit mit Lächeln und Freundlichkeit zu überspielen. Ich habe zwar keine Gläser fallen gelassen, aber meine Tollpatschigkeit kam dann doch kurzzeitig zum Vorschein… Im Eingangsbereich gibt es zwei Glastüren: Eine öffnet sich beim Eintreten des Clubs, die andere öffnet sich nur beim Rausgehen. Als ich einen der Räume überprüfte und zurück kam, war die eine Glastür noch offen, schloss sich aber im Moment des Durchgehens und ich prallte mit dem Kopf gegen die Glastür. Oh man, das ist so typisch… und lustig gleichzeitig 😀 Warten wir mal ab, ob ich den Job bekomme.

Außerdem hatte ich ein spontanes Interview in einem Restaurant und hoffe auf einen Anruf für ein Probearbeiten.

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Wellington Waterfront bei einem Abendspaziergang

Ansonsten habe ich mit Calvin und Marian das neuseeländische Parlament in Wellington besucht und eine kostenlose 30-Minuten Tour mitgemacht. Diesem werde ich auf jedem Fall nochmal einen Besuch abstatten.

Calvin und Marian sind mir doch sehr ans Herz gewachsen, allerdings sind beide schon auf die Südinsel weiter gezogen.

Im Hostel und auch generell in Wellington habe ich mittlerweile einige wunderbare Leute kennen gelernt, da eben viele hier auch gerne „überwintern“ möchten. Dadurch hat das Hostelleben einen sehr schönen familiären Charakter bekommen. Da wären zum Beispiel die Deutschen Janina und Paula, die beiden Franzosen Alexis und Maxpol, der Neuseeländer Sam, der Kanadier Greg, der deutsche Daniel, der Argentinier Lukas und die Engländer Jack und Lukas, um nur ein paar zu nennen. 🙂

Ich bin von meinem 10-Bett-Zimmer ins 4-Bett-Zimmer gezogen. In ein sogenanntes Longterm-Zimmer, da ich erstmal im Hostel bleibe, bis ich einen Job habe.

Weil ich mehr Freizeit habe, als mir lieb ist, habe ich mich als „Model“ zu Verfügung für jemanden aus einer Make-up-Schule. Der gute Connor hat volle Arbeit geleistet und mir die Bilder seiner Arbeit zur Verfügung gestellt, die in sein Portfolio kommen.

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geschminkt und frisiert vom lieben Connor aus der Make-up Schule 🙂

Weiterhin versuche ich mich an Kalligraphie, um meine Schrift zu verbessern. Aber ich habe mich auch in Bildbearbeitung geübt und einige Stunden gingen ins Land, bis ich den gewünschten Effekt auf meinem Bildschirm zu sehen bekam.

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Bildbearbeitung – sieht einfach aus, braucht aber doch ein wenig Zeit

Wellington erkunde ich jeden Tag ein bisschen mehr, alle paar Tage gehe ich sogar joggen und fast täglich einfach nur spazieren. Ab und zu tauche ich mit ein paar Freunden in das Nachtleben ein, was in Wellington mit seinen vielen Pubs und Bars wirklich toll ist.

Es kam bei einigen Leuten schon die Frage auf, warum ich denn schon seit 6 Wochen in Wellington bin und trotzdem noch bleibe, obwohl die Jobsuche bisher so erfolglos ist. Wellington ist die Stadt, in der ich wirklich die nächsten Monate leben möchte. Es ist großartig hier, und so frustriert ich manchmal von der Arbeitssuche bin, bin ich nicht bereit in eine Stadt zu gehen…

Manchmal brauchen die Dinge im Leben einfach ein wenig länger und man muss härter darum kämpfen als andere. So ist das nunmal. Ich versuche weiter mein Bestes und hoffe auf einen Job in naher Zukunft.

So ist es doch spannend heraus zu finden, was passiert, wenn ich nicht aufgebe, oder? 😉

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Wunder-wunder-wunderschönes Wellington vom Mount Victoria

 

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