Eine Woche Wellington, oder auch: was bisher geschah

Montag, 20.03. – Sonntag 26.03.2017

Seit über einer Woche bin ich nun in Wellington und hier ist es dadurch deutlich ruhiger geworden. Wie habe ich nun die letzten Tage in der Hauptstadt Neuseelands verbracht?
Die Stadt macht ihrem Spitznamen „Windy City“ alle Ehre. Regelmässig weht einem eine starke Brise um die Ohren. Wellington gehört zu den windigsten Städten der Welt und hat den geographischen Hinterund, dass die Stadt weit geöffnet zum Pazifik ausgerichtet ist. Bei kräftigem Wind liegt der Regen schon einmal waagerecht in der Luft. Horizontalregen, wie die Kiwis sagen.

Die Hauptstadt von Neuseeland ist mit rund 191.000 Einwohnern das zweitgrößte Ballungszentrum nach Auckland, ist allerdings aber auch einer der kleinsten Hauptstädte der Welt. Wellington gilt als kultureller und künstlerischer Mittelpunkt des Landes.

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Kunst an fast jeder Ecke

Am ersten Tag war der Kontrast zum letzten Monat mit ihren kleinen Städten und Dörfern sehr ungewohnt. Die vielen Läden und Menschen ließen mich unwohl fühlen. Zum Glück änderte sich dies sehr schnell.

 

So besuchte ich mit Leon am zweiten Tag das neuseeländische Nationalmuseum „Te Papa (Tongarewa)“. Der Name kommt aus der Sprache der Māori und bedeutet übersetzt in etwa „Der Ort der Schätze dieses Landes“.

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grobe Übersetzung: „Wir sahen diese steinige Hügel und jeder dachte: was für ein steiniges Land. Aber als wir näher kamen, bewegten sich die Steine. Die Hügel waren voll von Schafen.“

Das Gebäude ist wirklich riesig und und auf insgesamt 6 Etagen (eine ist momentan gesperrt) gibt es unfassbar viel zu sehen. Vorallem die Entwicklung des Landes von der ersten Besiedlung bis zum heutigen modernen Staat wird beleuchtet.
Das der Eintritt frei ist, und dies ist schier unfassbar. Wie viel Arbeit, Zeit und Geld in den Ausstellungen steckt, ist kaum vorstellbar. Immer wieder laden Bildschirme zu Reportagen ein, teilweise sogar kleine Vorführungsräume mit Leinwand. Der technische Aufwand ist fazinierend, interaktiv kann man sich austoben und so vieles spielend entdecken.

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diese riesigen meterhohen Nachstellungen zeugten in einzelnen Räumen mit unterlegter Musik eine Gänsehaut-Atmosphäre

So erfuhren wir mehr über dieses wunderschöne Land, in dem wir uns momentan aufhalten. Wir lernten etwas über die Ureinwohner – die Māoris, über die geographische Lage und was es mit den vielen Erdbeben auf sich hat, ebenso die vulkanische Geschichte und auch die Sicht auf den 1. Weltkrieg und die Erkenntnis, dass auch Neuseeland in diesen verwickelt war. (war mir neu bis zu diesem Zeitpunkt :D) Außerdem gab es eine Menge zur Tierwelt und Natur, zum Beispiel ist hier der größte je gefundene Tintenfisch ausgestellt.

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die gigantische Größe des Herzens eines Blauwales wurde aufgezeigt – und ja man durfte reinklettern 😀

Nach insgesamt 5 Stunden verließen wir voller Input dieses fazinierende Gebäude. Auch wenn man dort deutlich mehr Zeit vebringen könnte, mehr konnten wir an diesem Tag nicht aufnehmen.

 

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Außerdem verbrachte ich einige Zeit damit meinen Lebenslauf ins Englische zu übersetzen und dementsprechend anzupassen. Ich brauchte mehr Zeit als wahrscheinlich nötig, weil ich die Fertigstellung immer wieder vor mir herschub. Ich lernte über Camila Jakob (aus Colorado) kennen, der als englischer Muttersprachler mir deutlich weiter helfen konnte.

Ebenso verbrachte ich meine letzten Tage mit Camila, die gute ist nun zur Südinsel aufgebrochen und ich vermisse sie jetzt schon viel zu sehr.

Ich lernte Antonia kennen. Die Engländerin lief mir immer wieder über den Weg und wir verbrachten ein paar Stunden zusammen.

Außerdem lernte ich den Südafrikaner Marnus kennen. Er lebt seit ein paar Jahren mit seiner Familie in Neuseeland und ist vor nicht allzu langer Zeit nach Wellington zum Arbeiten gezogen. Ich erzählte ihm zufällig über das schlechte Preis-Leistungsverhältnis der Hostels in Wellington und so stellte sich heraus, dass in seiner WG ein Zimmer frei werden würde.

Am Montag, den 27.03., werde ich nun das Hostelleben erst einmal hinter mir lassen und freue mich auf meine neuen Mitbewohner Marnus und Ian, die beide einen sehr entspannten Eindruck machen.

Die Jobsuche ist in vollem Gange, meinen Lebenslauf habe ich bereits persönlich in einigen Wunschstellen abgegeben. Die Arbeitssuche ist allerdings nicht so leicht und ich werde das ganze wohl ausweiten müssen.
Aber wir werden sehen, was sich die nächsten Tage oder Wochen so ergeben wird.

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das Hostelleben endet bald auf unbestimmte Zeit

Ein Gedanke zu “Eine Woche Wellington, oder auch: was bisher geschah

  1. Liebe Aileen, viel Glück bei der Jobsuche und die besten Wünsche. Hier ist der Frühling eingekehrt. Überall blühen die Krokusse, Tulpen und Narzissen. Ich verfolge weiterhin mit großer Freude deine Blogeinträge. Susanne

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